Autorenkartei

07.12.2018: Erzähl mir (keine) Märchen!

Luisa Tschannen (luisatschannen(at)posteo (dot)ch)

Luisa Tschannen liess kurze Texte in den Raum spielen, leicht, nachschwingend - ein wortgewandtes Formenspiel. So treffend die Sprache, so luftig entrannen einem die Bilder wieder, die sich da vor dem inneren Auge im Sekundentakt zusammenzimmerten. Luisas Zeilen zeugen denn auch von einer gewissen Surrealität und Fabelhaftigkeit - der realen Welt entrückt. Die Formen die Luisa mit ihrer präzisen und kreativen Sprache schafft sind schlicht märchenhaft schön.

Freigeist van Tazzy (freigeist@vantazzy.cc)

Freigeist van Tazzy mag es, den Sarkasmus spielen zu lassen. So zeugt seine präsent vorgetragene Geschichte von einem zynischen Unterton. Wie ein Film entwickelt sich die Geschichte des verlassenen Mannes: so gerät dieser in die skurrile Situation, sich selbst von aussen bei seinem vermeintlich verpassten Wunschleben zuzuschauen. Das letztlich drastische Ende der Geschichte rüttelt auf und gibt uns, passend zum Jahresende einen Hinweis und zwar: verpass dein Leben nicht, sondern tue, wofür du leben möchtest! So true, Mr. Freigeist van Tazzy.

Clara A'Campo (clara.acampo@stud.unibas.ch)

Clara A'Campos Märchen ist ein Alltagsmärchen und dennoch surreal. Die Hauptfigur der Geschichte eröffnet eine Bar mit dem Titel "Zukunft". In der Zukunft tummeln sich schreibende Einzelgänger und Eigenbrödler. Bis zum Ende verwandelt sich auch das Ich in eine Einzelgängerin, schliesst ihr Lokal und verzieht sich auf ihr Matratzenlager. Schreibend, notierend, sinnierend und träumend denkt sie an ihre Zukunft. Schräg und zugleich tiefsinnig, mit einer Prise trockenem Humor bringt Clara einmal mehr ihre Idee zu Papier. Auf deine literarische "Zukunft", Clara!

Christina Borer (christina.borer@bluewin.ch)

Christina Borer erfand ein Märchen, wie es der Feder der Gebrüdergrimm hätte entgleiten können. Alles stimmte: der Sprachjargon, die Bildhaftigkeit und die Pointe. Ein Fluss, der Gestalt annimmt, in Häuser eingeladen und zum Liebhaber wird. Ein Fluss, dem ein Eigenleben zugesprochen wird und der dabei trotz Verwandlung nie vergisst, wer er wirklich ist. Eine tolle Geschichte und perfekt dafür geschaffen, die Fantasie, die Kinder selbstverständlich nutzen, wieder zu aktivieren. Danke dafür Christina.

Olaf Kah (post@olafkah.de)

Olaf Kah las ein Weihnachtsmärchen, wie man es sich wünscht: Kindergerecht mit Spannung und viel Humor. Wer wäre nicht traurig, wenn Weihnachten ausfällt, nur weil das Christkind eine "Grippe" bekommt. Dass der liebe Max alle seine Kräfte mobilisiert, um die Sache zu verhindern, lässt mitfiebern. Dass es - wie der Dresdner Autor mit einer schönen Portion Selbstironie offenbart - letztlich nur ein sächsisches Missverständnis war, sprich das Christkind keine "Grippe", sondern eine Krippe bekam, lässt schmunzeln. Weiter so Olaf, klein und gross mag deine Märchen.

Bettina Scheiflinger (bettina.scheiflinger@gmail.com / www.bettinascheiflinger.jimdo.com)

Was darf bei keinem Märchen fehlen? Die Liebe! Bettina Scheiflinger machte sie zum Thema. Grossartig: kühl und reduziert in der Sprache, tief in ihrer Aussage, berührte einen die Geschichte unweigerlich. Die Erzählung handelt von einem Mann und einer Frau, die in dem Ort Berserant leben. Der eine ist immer da, die andere ist immer unterwegs. Mit den Schweren und den Freuden der Liebe in Berührung kommend, beginnt der graue Ort sich zu färben. Ist der Proto-Ort vielleicht auch unser Leben? Wo stehen wir selbst, ist unsere Liebe ein Märchen mit Happyend? 


15.06.2018: Écoute! - Gelauscht und hingehört.

Dominik Dürrenberger (dominik.duerrenberger@gmail.com / www.buchstabenbuero.blogspot.com / www.dominikduerrenberger.blogspot.com)

Dominik Dürrenberger hat mit seinem Text subtil die Zwischentöne getroffen, und über den Gehörsinn hinaus auch die anderen unserer Sinne und inneren Bilder der Vorstellung wachgerufen. Am Ende des Textes hallte der Regen und die Töne der poetischen Worte noch sachte nach...Toll, hast du dich so spontan zur Teilnahme entschieden, Dominik. Vielleicht spült es dich ja ein weiteres Mal in die VorlesBar...

 

Linda Briem (linda.briem@gmail.com)

Linda Briem mag es, beim Schreiben das Banale, das Alltäglich zum Thema zu machen. So kam man nicht umhin bei ihrem vorgetragenen Text an das "Fenster zum Hof" von Alfred Hitchcock zu denken. Fein beobachtet oder eben präzis hingelauscht und immer mit einer Portion Briemsch'em Humor versehen, blickte sie durch Fassaden in manch gesellschaftlichen Winkel, in manch Szenerie hinein. Linda, wir freuen uns, wenn du uns mit deiner Leichtigkeit wieder beehrst!

Luke Wilkens (luke.wilkins@gmx.ch)

Luke Wilkins las aus seinem Debütroman "Mister Jefferson". Den Grenzverläufen der Sprache folgend hörte er für die Entwicklung seiner Figuren und Handlungen genau hin. Die meisten seiner Figuren sind Musiker. Das verbindet sie untereinander. Das Timbre seines Textes klingt wie Gibberish, Freejazz, hot Jazz, Jazz der Pariser Kriegsjahre zwischen 39-45. Die Sprache ist rau und zugleich präzis. Unmöglich dass man ihrem Sog als als Zuhörer/-in entkommt

Clovis Inocencio ( c_inocencio@hotmail.com)

 

Hidden - versteckt und verborgen. Eine Kooperation.

Walter Millns (millns@me.com / waltermillns.com

Walter Millns blühende Fantasie wurde dieses Mal von einem beleuchteten Schrebergarten-Häuschen in Gang gesetzt. So entspinnte sich gleich zu Beginn des Abends eine urkomische, unerwartete Geschichte über versteckte Gesichter in Frauenstrümpfen, strickende Ganoven in Verstecken und stille Übereinkünfte über die Bewahrung von Geschehnissen und Schreckmümpfelis. Wie immer hat uns Walter zum Schmunzeln und fast kindlichen Mitfiebern gebracht.

Sarah Buser (www.sarahbuser.com)

Sarah Buser trug gleich mehrere Texte vor. So unterschiedlich diese in ihrer Thematik auch waren, so verbanden sie sich gleichwohl zu einem Gewebe mit sprachlicher Finesse und inhaltlichem Tiefgang. Auf berührende Weise klang Buser an unsere eigenen Sorgen, Ängste und damit oft versteckten Innenräume an, die zuweilen erst dann ans Licht kommen, wenn sie durch Worte erweckt werden. Die Autorin nahm uns in intime Gefilde mit und dafür sagen wir von Herzen Danke.

Martin R. Dean (www.mrdean.ch)

Martin R. Dean eröffnete uns die Welt der Gärten und führte uns ein in ihre Geschichte, klärte uns auf über die Eigenheiten verschiedener Gartenarchitekturen und öffnete uns die Augen für ihre tieferliegenden Funktionen und Intentionen. Folgt der Garten dem Zweck, sich in ihm unbeobachtet der stillen Einkehr, der romantischen Begegnung oder Lust hinzugeben oder ist er der Repräsentation gewidmet? Bietet er der Kindheit eine Oase oder ist er Ausdruck eines vernachlässigten Zuhause? Gebannt lauschte man der bezaubernden und intelligenten Erzählung.

René Frauchinger (rene.frauchinger@dasnarr.ch)

René Frauchinger gab eine Reihe an Kurztexten zum Besten. Dabei spannte er die Schnüre von gefühlten zu erlebten Orten bis hin zu den inneren Räumen der Fantasie. Die Geschichten führten von der Liebe, die sich noch immer auf dem Gesicht der Verehrten abzeichnet, hinhauf zum nahezu als göttlich empfundenen Ausblick auf dem Niesen, hinunter in das Bergdorf, in dem die Bewohner über ihre Nabelschnur untereinander und mit der Welt verbunden sind, hin zur Reinkarnation Goethes 2.0. Inspirierend, originell und ausgesprochen kurzweilig mutete der kleine Lesetrip an.

,Werner Rohner (www.lenos.ch/books/rohner_ende.html)

Werner Rohner begann zu lesen, als die Kerze nur noch schummrig flackerte. Diese Stimmung passte perfekt zu Rohners in Rom entstandenen Tagebuchnotizen. Rohner beschreibt die Stadt zwischen Schönheit und Leere, Prunk und lebloser Hülle. Auf der Suche nach Gesprächen und Inhalt findet das Irren durch die Gassen statt. Mit seiner präzisen Sprache schaffte es Rohner, die Bilder direkt auf unsere Linse zu malen. Die nächste Reise nach Rom wird sich nach dieser Betrachtung bestimmt ein wenig anders anfühlen. Grazie e buona notte, grande scrittore!


13.4.2018: Il gusto: Geschmäcker sind verschieden

Fabian Lutz (fa.lutz@gmx.net)

Fabian Lutz hat mit geschmackvoller Sprache bewiesen, dass Geschichten über geschmacklose Skurrilitäten durchaus ein Hörvergnügen sein können. Schräg und fast filmisch spielt sich die Geschichte beim Zuhören vor dem Inneren Auge ab: Herrlich schaudernd war es, als das saftige Fleisch eines "Giftkochs" die Harmonie am Familientisch trügte und diese letztlich zum Bersten brachte. Diesen bitter-süssen Geschmack liessen wir uns gerne auf der Zunge zergehen. Bon appetit!

Michael Mittag (michael@haudegen.ch)

Michael Mittag nutzte das Motto des Abends, um ein vermeintlich als "geschmacklos" verurteiltes und in Gesprächen meist gemiedenes Thema offen anzusprechen. Mit Humor widmete er sich der unliebsamen Diskussion über Hämorrhoiden. Ab jetzt haben wir alle ein super Wording zu Verfügung: Lasst uns ungehemmt von "Gesässmigräne" sprechen. Michael, ein Hoch auf deine Botschaft, mit Tabus zu brechen und Scham behafteten Themen ihren sauren Goût zu nehmen. Chapeau!

Susanne Werth(susanne.werth@bluewin.ch)

Susanne Werth schlüpfte in Dialoge, die wir alle kennen: Grau, blau, grün oder schwarz-weiss? Bergamotte, Moschus oder Rose? Geschmäcker sind eben verschieden und die Diskussionen darüber bergen Konfliktpotential. Lebendig präsentierte sie vier kurze Schlagabtausche, während sie den fünften, noch nicht geschriebenen Monolog kurzerhand frei vortrug. Geschmäcker sind verschieden - doch diese Bühnenpräsenz, liebe Susanne, überzeugte einfach jede und jeden.

Roman Seifert (roman_seifert@gmx.net)

Roman Seifert mag Literatur "kühl serviert", sodass sie einen wunderbaren "brain freeze" auslöst. Demgemäss prägnant, pointiert und dennoch unglaublich bildhaft muten seine eigenen Texte an. So weckten die zahlreichen Kurztexte alle unsere Sinne, sodass die Lesung einen komplexen Geschmack von Fisch, Wasser und Salzbrise auf unserer Zunge hinterliess. Wenn Sprachbilder die Rezeptoren ansprechen, dann hat uns der Autor definitiv ins Boot geholt.


20.10.2017: Berg- und Talfahrten

Hannes Egli (www.atelier-egli.ch)

Hannes Egli zieht es als Pleinair-Maler in die Natur. Draussen, zwischen Berg und Tal, Land und Fluss, Idylle und urbanem Raum kommt er zu sich und entdeckt nebst viel Schönheit auch Orte, die von Rauheit oder gar Missständen zeugen. In kurzen Texten, die er zu seinen Bildern verfasst, erweckt er die gemalten Motive zum Leben und rollte einen bunten Bild-Text-Teppich aus.

Anni Agarwal (agarwalbooks@gmx.ch)

Anni Agarwal las ein modernes Märchen. Den Auftakt machte sie mit einer Metapher auf das Rahmenthema und sprach von den Geschirr- und Papier-Bergen in unserem Alltag. So blumig wie die Story begann, so überraschend kam das drastische Ende. Chapeau Anni, dass du dich anstelle der Bergfahrt, für die Talfahrt entschieden hast. Diese Diversität sorgt für die Würze der VorlesBar.

Søren Ehlers (ehlers@gmx.ch)

Søren Ehlers hat im Stil der "Improvisationsprosa", wie er seine lockere Munderart-Erzählweise selbst nennt, das Thema aufgefgriffen. So handelten seine Texte von der Flucht aus dem Mittelland auf den Weissenstein und ins noch flachere Land, wo "me scho am Samschti gseht, wär dass am Sunnti z Bsuech chunnt." Eine witzige Performance, reich an Griffen in die Musik- und Literaturkiste.

Ilona Kannewurf (ilona.kannewurf@hotmail.com)

Ilona Kannewurfs Blick auf den Alpinismus war ein ganz persönlicher, zeitnaher, eingenommen über die Sprache und das Material der neuen Medien. Sie band das Publikum über das Handy und einen Whatsapp Chat direkt in ihre Lesung mit ein und hielt hierbei ein Plädoyer für das Erklimmen der eigenen Berge und das unbeirrte Verfolgen des ureigenen Weges. Schön, diese bejahende Lebenssicht.

Clara A'Campo (clara.acampo@stud.unibas.ch)

Clara A'Campo liess uns mit ihren zwei Protagonisten Anne & Antoin an einer Bergbahnfahrt teilhaben und dabei über eine erfrischend unaufgeregte Weise eine philosophische Reise auf den Gipfel unternehmen. Die physische Gratwanderung wurde durch gekonntes Sprachspiel zur inneren Bergüberwindung und Einkehr.

Katja Stein (katjastein@gmx.ch)

Katja Stein nahm uns mit einer Fülle an kurzen Gedichten durch ihr Poesie-Werk mit und damit auch durch ein Leben, wie es von Höhen und Tiefen gezeichnet sein kann. Liebe und Natur sind dabei wiederkehrende Angelpunkte in ihrem Schreiben. Von den Zuhörern als bunte Karten gezogen, wurden die Texte zur ganz persönlichen Widmungen der Autorin an die Zuschauer. Schöne Idee.


14.4.2017: Wenn es lenzt...

Esther Baumann (nora.estermann@bluewin.ch)

Esther Baumanns Text drehte sich um "les rattes" - die Frühlingskartoffeln "im Garten der Madame" - um schwüle Abende, und die Schwielen an den Händen, die von der harten Arbeit zeugen. Der Text bildete den perfekten Auftakt zum Thema "Wenn es lenzt". In unserer Vorstellung liess er Stimmungsbilder, Düfte und Geräusche spriessen.

Nico Piazzalonga (piazzalongan@gmx.ch)

Nico Piazzalonga war der Poet des Abends. Originell und geschickt eröffnete der Autor eine neue Perspektive auf den Frühling: aus der Warte des harten, kühlen Winters blickte er auf das zarte, sich ankündigende Wesen des Frühlings. Angesichts der blühenden Natur schmilzt selbst der härteste Gegner dahin. 

Benjamin Bieri

Dass der Frühling nicht nur süsse Gedanken weckt, bewies Benjamin in seinem Text. Die morbid gelungene Frühjahrs-Kurzgeschichte berichtete von balzfreudigen Fröschen und menschlichen Racheglüsten. Ein bittersüsses Hörvergnügen.

Sylèna Vincent

Wenn "lenzen" lieben und leben heisst, wie steht es dann um den den Menschen, der nichts fühlt? Syléna beschäftigte sich in ihrem Text mit dieser Frage und zeigte fein und sensibel, wie ein kleinstes Pflänzchen die Freude am Leben zurückbringen kann. Behutsam und berührend.

Roman Seifert (roman_seifert@gmx.net

In Roman Seiferts fantasievoller Geschichte hält sich die Protagonistin ihren eigenen Wal in der Badewanne und an ihrem festen Trott fest. Doch mit dem Frühling werden auch bei ihr neue Lebenspläne wach. Surreal und mit leisen Tönen schlug Roman den Klang des Lenz' an.


11.11.2016: meins & deins - ein VorlesBar-Sepcial an der BuchBasel.

Gianna Molinari & Michael Mittag

Gianna Molinari & Michael Mittag haben sich an verschiedenen Orten getroffen, um an ihrem gemeinsamen Text zu zimmern. Entstanden ist eine humorvolle, bunte Textreihe, die mit der Wortschöpfung des "Hai-Mat"-en begann, um im Folgenden in die Heimat und Seele verschiedener Tiere vorzudringen. Ein tolles Resultat und glorreicher Start in den Abend!

Werner Rohner & Christian Hansen

Werner Rohner & Christian Hansen entwickelten ihr Gespräch über Twitter und führten es im Oltener Bahnhofbuffet fort. Ihr Dialog in Staggato-Stil machte deutlich, wie subjektiv "Heimat" erlebt wird. Die erfrischende, authentische Textpräsentation, hätte vermuten lassen, dass die beiden sich ein Leben lang kennen. Wenn es passt, dann passt es eben. Top!

Bettina Spoerri & Barbara Lussi

Bettina Spoerri und Barbara Lussi kannten sich, zusammen getextet hatten sie aber noch nie. Protagonist ihrer Geschichte war: der Streuselkuchen. Auf Kreuzfahrtschiffen ist er ein Stück Heimat. Sein Geschmack variiert von Region zu Region. Teilt man ihn in Stücke, so ist eins "meins" und eins "deins". Die Text-Krümel der zwei Autorinnen zu vermengen, erwies sich als Bomben-Rezept.

Giuliano Musio & Sonja Schrago

Mit Giuliano Musio und Sonja Schrago haben sich zwei getroffen, deren Timbre und Schreibstile von derselben spielerischen Leichtigkeit zeugt. Wer hätte gedacht, dass sie sich im Schreibprozess noch schwer taten. Ihre Lösung dafür war perfekt: Im Pingpong warfen sie sich einen Schlusssatz zu, der vom anderen weitergeführt wurde. Entstanden ist ein fantasievolles Patchwork.


02.09.2016: Die VorlesBar zu Gast im Aargauer Kunsthaus - zum Ausstellungsthema "Ding Ding."

Nora Zukker(norazukker@gmx.ch)

Nora Zukkers Helden sind stets fühlende, leidende und liebende Subjekte - kurzum die Menschen. Dieses Mal ging es um die Erinnerungen von Julia und Paula an Juri. Doch was wären Erinnerungen ohne klare Bilder von Dingen? So machte "Fräulein Zukker" ein Stück Kernseife und ein Paar chinesischer Stäbchen zum Aufhänger der Story. Wie immer: gekonnt und voller Ausdruck.

Walter Millns (millns@gmx.ch)

Walter Millns ist ein Meister der Pointen. Da freute es uns besonders, dass er die Vorpremiere seines neuen Schreckmümpfeli in die VorlesBar verlegte. Die Ausgangslage: ein Junge soll in der Schule sein absurdes "Lieblingsdings" präsentieren. Was es mit dem Glas voller Maden auf sich hat, wird am 10. Oktober 2016 um 23 Uhr auf SRF 1 verraten. Nicht verpassen. Morbides vom Feinsten!

Maria Ursprung (m.ursprung@gmx.ch)

Maria Ursprung bastelte für die Lesung ein szenisches Requisit. Mit dem Changieren der Aufschriften wechselten zugleich die Protagonisten des Dialogs. Die Schlüsselfrage stellte stets der Teufel: Für was würdest du deine Seele hergeben? Eine schlaue und hintersinnige Beschäftigung mit der Wertzuschreibung und der Bedeutung von weltlichen Dingen. Bitte mehr davon!

 

Moritz Praxmarer(moritz.praxmarer@gmx.ch)

Moritz Praxmarer ist ein Chamäleon der Schreibstile. Zwei Texte, zwei Themen, zwei Jargons. Kreiste der erste Text in philosophischer Wortgewandtheit um die Form, Materie und Bedeutung einer zerdrückten Fliege auf der Windschutzscheibe, so umschrieb der zweite Text eine "amour fou" zwischen der Christbaumkugel und der Weihnachtsbaumspitze. Fantasievoll, klug und witzig.

 


01.07.2016: Niemand ist eine Insel! (Duo-Sonderlesung)

Barbarella Maier (easyart@hotmail.com)& Katka Räber Schneider(katka.raeber@gmx.ch)

Ihre Lesung verpackte das Duo in ein szenisches Setting. Gestrandet auf einer Insel im Café frühling vertieften die beiden das Thema vielfältig. Wortspielerisch und mit Tiefgang fragten sie nach den verschiedenen Formen des menschlichen Inseldaseins. 

Catherine Iselin (c.onrad@gmx.ch) &

Linda Briem (lindabriem@gmail.com)

Zwei VorlesBar-Profis schlossen sich zusammen. Im Ping Pong erzählte das Duo die Geschichte eines liebenden Ehemannes, der im Ringen um Aufmerksamkeit und Zuneigung seiner Frau eine Inselreise schenkt. Denn schliesslich will niemand will eine Insel sein! Humorvoll und schön gestrickt.

 

Trung Dobis (d-dobis@gmx.ch)

Trung Dobis kam allein - in Vertretung seines erzählerischen Protagonisten-Duos. Sein Text drehte sich um die besondere Geschichte des Kirchendieners "Niemand" der auf einer Insel um eine Anstellung wirbt. Ein fantsaievoller, poetischer Dialog in Personalunion.

 

 

Michael Mittag (michael@haudegen.ch) &

Rehana Doko (rehanda.doko@gmail.com)

Michael Mittag - in der VorlesBar bereits für seine intelligente Scharfzüngigkeit bekannt - fand in Rehana Doko ein energiegeladenes Pendant. Das Duo betrachtete das Thema unter emotional-menschlichen, wie auch politischen Gesichtspunkten. Vielschichtiger Klartext. Chapeau.


20.05.2016: Anything goes!

Corinne Othenin-Girard (cothenin@bluewin.ch)

Corinne Othenin durchbrach mit ihrem Gedicht Barrieren. In einem Wortmix aus verschiedenen Sprachen und Wortneuschöpfungen rang sie mit der "Zungenlosigkeit" und dem Willen, ihre Gedanken treffend in Worte zu fassen. Das Gesagte kam aus der Tiefe und ging tief. Intim und wortsensibel.

Raúl Fuertes (raulfuertes@gmx.ch)

"Annie thinks: Goat" - ein Text, in dem Raúl Fuertes seine äusserst sorgfältige Sprache präsentierte - ausgefeilt und mit humoristischer Note. Aus dem augenscheinlich banalen Slogan "Anything goes!" wurde eine entzückende Geschichte, in der die Protagonistin 'Annie an Ziegen denkt'. Gekonnt schön.

Olaf Kah (post@olafkah.de)

Die Geschichte von Olaf Kah regte zum Nachdenken an. Wieviel geht, und wann gilt es, Gesetzte zu ändern? Bildhaft und mit unerwartetem Plot schilderte er, wie eine Frau 1961 den Versuch startete, mit einer einfachen Alltagshandlung die Gleichstellung der Frau zu verlangen. Aufrüttelnd gut.

Regula Wenger (www.regulawenger.com)

Regula Wengers Roman "Leo war mein erster" kreist um ein Motiv, welches öffentlich oft als Tabu behandelt wird: die Rede ist vom Tod. Farbig, tiefgründig aber auch lakonisch witzig, gelang es der Autorin, ein veschmähtes Thema in ein lebensbejahendes Plädoyer zu verkehren.

Nora Zukker (norazukker@gmx.ch)

Nora Zukker legte ihr Herz auf die Zunge: Im Selbstversuch klickte sie sich durch die Seiten von Parship, beantwortete unmögliche Fragen und traf unmögliche Typen. Spritzig-charmant beschrieb sie den bitteren Ernst. Ein Hoch auf Noras Appell an die Menschlichkeit & das Recht auf persönliche Grenzen.

Yves Rechsteiner (yvesrechsteiner@hotmail.com)

Yves Rechsteiner las aus seinem Buch "Und dann fängt die Vergangenheit an". Der Protagonist, der ein exzessives Leben führt, zeigt, dass alles möglich ist - von ersten Fantasien bis hin zu Hirngespinsten. Yves schlug das Publikum mit Text und Stimme in seine Bann. Skrupellos faszinierend.


24.04.2016: Bonjour tristesse!

Ilona Kannewurf (ilona.kannewurf@hotmail.com)

Ilona Kannewurf fächerte mit ihren empfindsamen und zugleich entlarvenden Gedichten die vielfältigen Facetten der Tristesse auf - feinsinnig beschrieb sie den bitteren Schmerz, aber auch die süsse Bequemlichkeit, in die wir uns im Moment der Traurigkiet zuweilen einlullen.

Livia Enderli (liviaenderli@hotmail.com)

Vom Ich zur langsamen Schnecke, zur winzigen Zecke, bis hin zum "sensiblen Schwein" - Livia Enderli illustrierte mit ihren knackig-bildhaften und surrealen Texten die  melancholischen und versonnenen Momente im Leben von Mensch und Tier.

Christian Hansen (ch@christianhansen.ch)

Ungeschönt schön, ehrlich und nah, wagte sich Christian Hansen mit seiner Protagonistin über die Dächer Berlins und an den gefühlstechnischen Abgrund. Ein Text der bewegend fragil zwischen Tristesse und neu gewonnenem Lebenssinn balanciert.

E.A.Kriemler (emanuel.kriemler@yahoo.com)

In seiner Kurzgeschichte "Die Brut" schilderte E.A. Kriemler zerbrechlich, präzise und erschütternd die Überforderung und Zweifel eines werdenden Vaters. Gelungen und berührend.

Iris Keller (iriskeller@gmx.net)

Mit Humor und ungeheurer Fahrt im Text verkehrte Iris Keller den traurigen, stressgeprägten Körperkult in unserer Gesellschaft in eine überspitzte Tragikomik. Lustvoll lauschte man dem verbal-voluminösem Tanz mit Luciano Pavarotti.


25.03.2016: Morgenstund hat Gold im Mund!

Demian Lienhard (dlienhard@hotmail.com)

Demian Lienhard war der erste Kandidat auf dem Lesebarhocker - ein goldiger Auftakt! Bildlich stieg er in das Thema ein, um es dann auf der sprachlichen Ebene auszuloten. Seine Texte reichten vom "Gold im Mund" beim Zahnarzt bis zur Lügenpresse und anderen geflügelten Worten. Das Resultat: drei geistreiche und dichte Texte. Chapeau!

Ivan Pavlovic (ivan.pavolovic4206@gmail.com)

Bei Ivan Pavolovic ging es um die undbedarft kindlich Neugierde, die einen in der ersten Zeit der "Arbeitslosigkeit" beflügeln kann. Witzig und behände schilderte er die Vorteile der freien Zeiteinteilung - von der morgendlich Tramfahrt bis zum Fondue in der Bratpfanne. Mit der Kehrtwende zur Schattenseite offenbarte sich die glänzende Selbstironie des Autors.

Catherine Iselin (c.conrad@gmx.ch)

Catherine Iselin las charmante Kurzgeschichten aus dem Leben des Herrn Oppliger, der die Langeweile liebt und die frühen Morgenstunden zelebriert. Liebevoll beschrieben, tauchte die Autorin in die Beobachtungs- und Gedankenwelt eines Mannes ein, der den Morgen am liebsten im Wartezimmer des Zahnarztes verbringt. 

Michael Mittag (michael@haudegen.ch)

Bei Michael Mittag wurde die Floskel "Morgenstund hat Gold im Mund!" Teil einer politisch-humoristischen Diskussion. Verschiedene Erzählfiguren mit unterschiedlichen kulturellen, beruflichen und religiösen Hintergründen führten einen Dialog, in dem das Sprichwort fantasievoll und intelligent zerpflückt wurde. So divers wurde die "Erzeung von Licht" wohl noch nie beleuchtet.

Jules Hildebrand

Paris. Rom. Tag und Nacht. Jules Hildebrand sieht sein Schreiben als ein Puzzle, bei dem aus Wörtern Sätze werden und aus Sätzen Bilder. Stimmungsgeladen und klangvoll kamen Jules Hildebrands Gedichte daher, die von der Nocturne in der Stadt, und dem Morgen danach erzählten.

Moritz Praxmarer (moritz.praxmarer@gmx.ch)

In einem geballten Wortschwall spielte Moritz Praxmarer die "Morgenstunde" gegen die Wand. Eine wahrlich schöne und gewaltige Rede gegen die Floskel und für eine bewusste und präzise Sprache. Mit einem wohlformuliert grotesken Text über den richtigen Anschnitt des Frühstücksbrotes, demonstrierte Moritz seine sprachliche Bandbreite.


06.11.2015: europaesk?! Zu Gast an der BuchBasel 2015.

Barbara Lussi (barbara.lussi@gmail.com)

Barbara Lussi war an der BuchBasel gleich doppelt gebucht. Schön, dass sie auch an der VorlesBar las. Ihre Prosa sei "pompfrei", so Lussi. Wir finden sie ist detailliert und geistreich. So handelte ihre Geschichte von einer absurden Begegnung im Reisebüro und dem Versuch, dem Alltag und der bekannten Umgebung zu entfliehen.

Walter Millns (millns@gmx.ch)

Seine Kurzgeschichten haben eine unerklärliche Bannkraft. Und das, obwohl die Settings und Figuren seiner Geschichten nicht unaufgeregter sein könnten. Wenn zwei Mitfünfziger joggen gehen, ist dies das Normalste der Welt. Wenn dann aber die mythologische Geschichte der "Europa" mit der Realität dieser Herren zu verschmelzen beginnt, dann bricht die Normalität. Skurril. Gut. Fantasievoll.

Linda Briem (lindabriem@gmail.com

Linda Briems Texte sprühen von Nonchalance und schelmischer Fantasie. So nahm sie sich gleich nach der Lesung zum Thema "schweiz reizt!", der nächsten Heruasforderung - dem "Europaesken" - an. Auch sie griff dabei in die mytologische Kiste, schüttelt diese gut durch und machte daraus ihr eigenes Ding. Dabei erkürte sie liebevoll "Helvi"(Helvetia) zu ihrer Heldin.

Mathias Gasser (gasser.m23@gmail.com)

Mathias Gasser eroberte den Lesebarhocker mit seiner lockeren Selbstverständlichkeit. Mit kurzen, vielgestaltigen Texten kreiste er den Begriff des "Europaesken" ein. Die Spannweite reichte von wortgewandten Schilderungen einfacher Alltäglichkeiten, wie dem Innenleben einer Kommode, bis hin zu den Innerlichkeiten des Autors, der diese einfühlsam aufs Papier brachte.

Sonja Schrago (sonjaschrago@hotmail.com)

Sonja Schrago überzeugt in ihren Erzählungen mit ihren stets treffgenauen Formulierungen. Die geschilderten Szenerien klingen  nie erfunden. Im Moment des Zuhörens sind sie echt und bildhaft vor Augen. In der vorgetragenen Geschichte spielte ("europaeske") "Zeitgeschichte" eine gewichtige Rolle.

Christian Hansen (ch@christianhansen.ch)

Christian Hansen schreibt Theaterstücke. Meisterhaft war sein Dialogstück zwischen "Ihr" und "Ihm". Ein Paar im Streit: Sie emanzipiert, Er leidend, dass Sie Ihm Ihr berufliches "Grossprojekt" vorzieht. Durch und durch "europaesk?!" im Sinne der Absurdität, die menschlicher Kommmunikation innewohnen kann. Wenn der Autor am Schluss verrät, dass es sich bei den Streitvögeln um Europa und Zeus handelt, so ist der Plot perfekt. Originell und intelligent.


16.10.2015: schweiz reizt!

Elin Fredriksson (elin.fredriksson@stud.unibas.ch)

Elin Fredriksson hinterfragte den komplexen Begriff der "Heimat". Was ist sie - die Heimat? Woran lässt sie sich festmachen und wie lässt sich dieses "Heimweh" in der Ferne erklären? Überlegt, witzig und fesselnd sprach Elin von dieser ambivalenten Heimat, die sich Schweiz nennt.

Emanuel Bundi(emanuel.bundi@gmail.com)

Emanuel Bundi hatte das Publikum sofort "im Sack" - ob in Berndeutscher Mundart oder "Francais fédéral". Pointiert und mit Sprachwitz packte er das Absurde am Kragen. Am amüsanten Beispiel des "Neophyten zupfen"(zu Deutsch:"gebietsfremde Pflanzen ausreissen") entlarvte er treffend die Schweizerischen Verhaltensweisen.

Aleksandra Hiltmann (a.hiltmann@gmail.com)

Aleksandra Hiltmann war in Bosnien. Sie sah: dieses Land hat nebst seiner Kriegsgeschichte einiges zu bieten. In raffinierter Manier adaptierte sie die traurige Geschichte Bosniens auf unsere Schweizer Strukturen. Die fiktive Erzählung rüttelte auf und machte die eigene bequeme Glückssituation bewusst.

Michael Mittag (michael.mittag@me.com)
Michael Mittags Rede spornte auf intelligente und gewiefte Weise zum Nachdenken an. Wie ist es eigentlich in einem Land wie der Schweiz, in dem man politisch mitreden kann? Beklagen wir uns erst, oder handeln wir schon? Keck und kreativ forderte er uns dazu auf, die Igelstellung zu verlassen und was zu bewegen.

Linda Briem (lindabriem@gmail.com)

Linda Briems Text war eine charmante Selbstreflexion über die Eigenheiten der Schweizer und Schweizerinnen. Was unterscheidet die Baslerin vom Luzerner und macht einen "interkantonales Schmusen" weltoffener? Ist eine trinationale Wohnlage cool und ist man mit GA Aktionärin bei der SBB? Ist die Schweiz ein "Lunapark" oder liegt da was im argen? Erfrischend und schlau.

Eric Ryhiner (ericryhiner@hotmail.com)

Eric Rhyhiners Geschichte führte ihn von Basel nach Berlin und zurück. Eine Karriere beim deutschen Film war sein Ziel. Doch warum die kleine "Schweiz" nebst Big Berlin dann doch "reizt!", machte er auf plastische und leidenschaftliche Art deulich. Auch beim Schreiben nutzt er filmische Erzähltechniken. 


25.09.2015: meer wollen!

Christina Borer (christina.borer@bluewin.ch)

Christina Borers Sprachgefühl und Erzählrythmus riss die Zuhörenden mit. Von der Ungeheuerlichkeit des "Meeres" zum Ungeheuer selbst - eine Geschichte voller Geist und Groove.

Mia Isenegger (isenegger@gmx.ch) 

Mit ihrem Text sprach Mia aus, was sie bewegte, dachte und wofür sie einstand. Das "Meer" war ihr Stichwort - der "Seeweg" ihr Verbindungspfeiler zur Flüchtlingsthematik und zur Tierindustrie. Diese Frau hatte was zu sagen und das tat sie mit ganzem sprachlichen Einsatz.

Catherine Iselin (c.onrad@gmx.ch)

Catherine Iselin näherte sich mit ihrem Gedicht "Mehrwert" dem Thema "meer wollen!" sprachlich und ästhetisch kreativ an. Inhaltlich schlug sie leise, doch pure und berührende Töne an. Das Publikum hielt die Luft an und horchte hin. Schön, dass auch ernste Texte Platz in der VorlesBar finden.

Yasmin Zattal (y.zattal@gmail.com)

Yasmin Zattal ist eine Erzählerin. In Schweizerdeutscher Sprache und mit einer perfekten Mischung aus entwaffnender Ehrlichkeit und Humor überführte sie die Zuhörenden ihrer menschlichen Schwächen. "Wollen" wir nur immer "mehr"? Oder "wollen" wir auch "mehr dafür tun"?


27.03.2015: Flausen im Kopf

Pascal Reber (pascal@jilt.de)

Pascal Reber hat in der VorlesBar gute Erfahrungen mit dem Erproben seiner Texte gemacht. Das Publikum mag seine lustig-dramatisierten Alltagssituationen. Nach der letzten VorlesBar wurden seine Texte veröffentlicht. Die VorlesBar freut sich, Teil von Pascals Erfolgskonzept zu sein.

Barbara Lussi (barbara.lussi@gmail.com)

Barbara Lussi ist der schönen Sprache mächtig. Gebannt folgte man ihrer Erzähling - von der der harmlosen Begegnung der Protagonistin mit einer "Textilfachfrau" bis hin zu deren polizeilichen Abführung. Bildhaft und spannungsvoll. Barbara Lussi hört man gerne zu.

Eric Ryhiner (ericryhiner@hotmail.com)

Eric Ryhiner kam von einer locker-leichten Enführung zu humoristischen Wortspielereien und einer Story die sich aus Filmtiteln zusammensetzte. Die intelligent-verspielten "Flausen" entstehen in einem Kopf, der als "Barkeeper und Autor in einem Verlag seine eigenen Texte verlegt." We like.

Michelle Steinbeck (michellesteinbeck@hotmail.com)

Michelle Steinbeck schrieb die wohl schönste Geschichte zu "Staub". Der "metaphorischen Flause" stellte sie die "materielle Flause" gegenüber. Darin geht es um einen Helden, der eine Leidenschaft zu dem fluffigen Material hegt. Obskur und genial - Idee wie Pointe.


27.02.2015: Schmetterlinge im Bauch

Aleksandra Hiltmann (a.hiltmann@gmail.com)

Zum zweiten Mal suchte sie das Kribbeln im Bauch und las in der VorlesBar vor. Mitreissend beschrieb sie, was geschieht, wenn man von einem Schwarm Schmetterlinge überfallen und nicht mehr losgelassen wird. Ergreifend und humorvoll zugleich.

Benjamin Forti (benjamin.forti@unibas.ch)

Benjamin Forti schreibt umfassende "Monatsdokumente" in denen er sein Leben detailliert dokumentiert und reflektiert. Im Kern dienen sie der Suche nach dem roten Faden und dem richtigen Mädchen. Die Zuhörer liess er an dieser intimen Suche teilhaben.

Yasmin Zattal (y.zattal@gmail.com)

Yasmin Zattals authentische Schweizerdeutsche Textpräsentation war eine humorvolle und scharfe Analyse der verschiedensten Schmetterlingstypen, die einen Menschen erfassen können.

Raúl Fuertes (raulfuertes@gmx.ch)

Raúl Fuertes überzeugte bereits zum zweiten Mal in der VorlesBar mit einer bildstarken Kurzgeschichte. Dabei ging es um die Geburt eines der schönesten Gefühle - der Liebe.


30.01.2015: Wölfe im Schafspelz

Luke Wilkins 

Luke Wilkins Erzählungen waren sprachgewandt und seine Settings wie Protagonisten intelligent und bildhaft ausgearbeitet.

Barbarella Maier (easyart@hotmail.com)

Barbarella Maier führte das Publikum mit kurzen verpielten Texten über ´Wolf und Schaf´ an Themen unseres Alltags heran.

Katja Stein (katjastein@gmx.ch)
Katja Stein interessiert sich für Dada und Zen. Demenstsprechend wortspielerisch waren ihre Kurztexte, die - alsbald gelesen - als Papierknäuel zu Boden fielen.

Sonja Schrago (sonjaschrago@hotmail.com)

Sonja Schragos Prosatext fesselte das Publikum durch seine präzise Beobachtungsgabe und bildlich bunte Beschreibung.

Martin Fischer (martinfischer5@bluewin.ch)

Martin Fischer präsentierte seine gradniosen Alltagsgeschichten des Protagonisten Herrn Wagner - einer Figur, die man nicht mehr vergisst.


17.10.2014: Hör das Gras wachsen!

Corina Rauer (corina.rauer@gmx.ch)

Corina Rauer ist demm Thema "Hör das Gras wachsen!" akribisch, konzeptuell und äusserst originell auf den Grund gegangen.

Luca Studer (luca-studer@hotmail.com)
Luca studer gewann das Publikum mit seiner sympathisch unverblühmten basel-deutschen Annäherung an Sprichwörter und das Potential dazu, diese misszuverstehen.

Maria Ursprung (m.ursprung@gmx.ch)

Maria Ursprung liess Adam und Eva in einen intelligenten und witzigen Dialog über Gott und die  Welt treten. Moderner könnte diese vorchristliche Konversation nicht ausfallen.

Aleksandra Hiltmann (a.hiltmann@gmail.com)
In einer Gruppe Freiwilliger reiste Aleksandra mit SCI Schweiz und Gaia Kosovo in den Balkan und sammelte vor Ort Geschichten, wie sie in der Vergangenheit zu oft überhört wurden. Hautnah und berührend erzählt.

Walter Millns (millns@gmx.ch)
Walter Millns' Kurzgeschichten überzeugten durch eine schlichte Idee, einen ausgefeilten Spannungsbogen und eine bizarr-tragikomische Pointe.


03.10.2014: Spring in die Bresche!

Pascal Reber (pascal@jilt.de)
Pascal Reber präsentierte Miniaturen aus dem wahren Leben - skurril, mit Liebe zum Detail und viel "Breschenpotential".

Andreas Thierstein (n-dru@gmc.ch)
Seine Kurzzeiler waren überraschend, direkt, bunt und regten zum Schmunzeln an.

Raúl Fuertes (raulfuertes@gmx.ch)
Eigens für das Thema des Abends geschrieben, rührte Raúl Fuertes' Geschichte mit Sprache und Moral die feinen Töne an.

Sophie Steinbeck (sophiesteinbeck@hotmail.com)

Präzise beobachtet und mit charmanter Leichtigkeit sprach Sophie Steinbeck über Lügen und das Zürcher Nachtleben.

Pino Dietiker (pino.dietiker@bluewn.ch)
Pino Dietikers rythmischen Texte waren dicht, intelligent und ausgesprochen sprachgewandt.


12.09.2014: Sag´s durch die Blume!

Julia Dorsch (jullivent@hotmail.com)
Julia Dorschs Gedichte klangen unmittelbar, sensibel und wortgewandt.

Lukas Linder (lukaslinder@gmail.com)

Lukas Linders Kurzgeschichten waren ausgefallen, entlarvend ungeschönt und äusserst humorvoll.

Samuel Gnos (samuel@eords-club.ch)
Er schreibt, weil "sein Herz nicht sprechen kann" (zit. nach Gnos). Direkt aus dem Leben gegriffen sind somit auch seine Gedichte.